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Anne Barns | Apfelträume am Meer

by Aileen
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Ich war sehr gespannt auf diese Kurzgeschichte von Anne Barns, da mir der erste Band der Serie, Apfelkuchen am Meer, sehr gut gefallen hat. Es war genau das, was ich mit von dieser Geschichte erhofft habe: Ein kurzweiliger Roman, der mich mehrfach zum Schmunzeln gebracht hat und Lust auf den nachfolgenden Band „Bratapfel am Meer“ macht.

[unbezahlte Werbung, Rezensionsexemplar]
Meine Bewertung: ★★★★☆

Handlung

Merle ist von München nach Juist gezogen. Nach einem Streit ist ihr Freund Jannes plötzlich verschwunden und reagiert nicht mehr auf ihre Nachrichten. Merle findet heraus, dass er die Insel verlassen hat, doch niemand kann ihr sagen, wohin er wollte. Später fährt auch Jannes‘ Bruder Ole auf das Festland. Was haben die beiden nur vor? Und warum wird auch Agata von ihrem Freund hängen gelassen?
Vielleicht kann Meeresleuchten in der Nacht etwas Licht ins Dunkel bringen…

Meine Meinung

Zunächst sollte ich vorwegnehmen, dass es sich hierbei tatsächlich um eine Kurzgeschichte handelt und nicht um einen Roman mit hunderten von Seiten. Ich weiß, dass sich viele Leser darüber geärgert haben, dass das Buch so plötzlich vorbei war. Da ich mit nichts anderem als einen „Kurzroman“, wie es der Verlag nennt, gerechnet habe, hat es mich nicht weiter gestört. Das Manuskript hat laut Autorin 74 Seiten umfasst – auf amazon & co. gibt es leider keine Seitenangaben, da es diese Geschichte nur als E-Book gibt.

Nach den ersten Sätzen war ich gleich wieder auf Juist und in Merles Welt angekommen. Es ist noch nicht allzu lange her, dass ich den ersten Band über ihren Umzug nach Juist und ihre Erlebnisse dort gelesen habe und ich habe mich sehr schnell wieder in die Geschichte eingefunden. Ich glaube, man hätte sie aber durchaus auch als eigenständiges Werk lesen können, denn oft wurde kurz am Rande erwähnt, was vorher passiert war. Es war vermutlich genug, um die Zusammenhänge zu verstehen aber nicht so viel, dass sich die Leser, die die Vorgeschichte schon kennen, gelangweilt hätten. 

Der Stress, mit dem sich Merle jeden Tag auseinandersetzen muss, kommt mir nur allzu bekannt vor. Ich habe selbst auf Borkum gearbeitet und – je nach Job – waren die Arbeitszeiten alles andere als human. Von daher konnte ich sehr gut nachvollziehen, dass sie nicht genau weiß, wie sie mit der Situation umgehen soll, zumal sie nicht viele Optionen hat. So eine Oma wie die von Merle wünscht sich in der Lage wohl jeder – fit, lustig und für jede Situation eine pragmatische Lösung! 

Die Geschichte um Agata hat ganz gut ins Buch gepasst, allerdings hätte ich sie wohl auch nicht vermisst. Ich fand nicht, dass sie ein unverzichtbarer Teil des Romans war. Vielleicht gewinnt die Handlung ja noch an Einfluss, wenn es im nächsten Band weiter geht? Ich bin gespannt!

Im Buch wurde das Phänomen des Meeresleuchtens beschrieben – es ist einfach so toll! Ich glaube, ich habe es sogar selbst schon einmal gesehen. Als ich an der Nordsee war, hat es immer da geleuchtet, wo sich die Wellen gebrochen haben, und ich war der festen Überzeugung, dass sich etwas darin reflektiert. Nur was? Der Mond war bei weitem nicht hell genug und die nächsten Lichter zu weit weg… Damit habe ich wohl endlich die Erklärung bekommen! Ich wünschte, ich würde auch bald mal wieder an die Nordsee fahren.

Zudem hat die Figur Paul im Buch eine Rolle gespielt. Genaueres verrate ich an dieser Stelle lieber nicht, ansonsten würde ich euch nur den Spaß verderben. Dieser Handlungsstrang kam für mich ein bisschen (zu) plötzlich. Nicht, dass es im wahren Leben nicht genauso passieren könnte. Es hat mich einfach etwas gewundert, weil Paul vorher nie eine Rolle gespielt hat. Meine Vermutung ist, dass Paul auf diese Art und Weise in die Geschichte eingeführt wurde und man im nachfolgenden Band „Bratapfel am Meer“ noch mehr über ihn erfährt. Ob sich diese Theorie bewahrheitet, werde ich wohl erst in ein paar Monaten herausfinden dürfen. Ich bin schon ganz gespannt und wenn es mit Paul auf irgendeine Art und Weise weitergeht, würde es mich freuen!

Der hausgemachte Inselsirup klingt wirklich lecker! Am Ende der Geschichte befindet sich das Rezept dafür, dass ich unbedingt mal ausprobieren muss – Johannisbeeren gibt es ja gerade genug!

Die Charaktere

Die Figuren fand ich in diesem Roman sogar etwas glaubwürdiger, als im letzten. Die Beziehungen wirken ein wenig runder als zuvor und machen die ganze Geschichte dadurch glaubwürdiger.

Ich bin ja ein Fan von Merles Oma! Sie ist einfach so gutmütig und pragmatisch und hat dennoch ihre Macken.

Das Cover

Das Cover passt mal wieder gut zum sommerlichen Flair von Anne Barns Büchern! Auch zu den anderen beiden Romanen der Reihe passt es perfekt. Mir persönlich gefällt es, auch wenn ich als Designerin natürlich immer irgendwas anders gemacht hätte. Das ist dann wohl meine Berufskrankheit…

Fazit

Mir hat der Kurzroman als sommerliche Geschichte für Zwischendurch sehr gut gefallen! Man kann sich darüber streiten, ob 2,99€ für ein so kurzes Buch zu viel ist – ich denke, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Die Autorin hat sich jedenfalls Mühe gegeben, das merkt man.


Anne Barns: Apfelträume am Meer
Verlag: MIRA Taschenbuch
E-Book, 74 Seiten im Manuskript
ISBN: 978-374-575-104-8

mehr dazu auf der Seite des Verlags
mehr dazu auf der Seite der Autorin


Ich habe dieses Buch als kostenloses Rezensionsexemplar erhalten – vielen Dank an Andrea Russo (Anne Barns), Lovelybooks und den MIRA Taschenbuch Verlag!
Dennoch bleibt meine Meinung unverfälscht.

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