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Maja Lunde | Die letzten ihrer Art

by Aileen
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Geschmäcker sind bekanntlich verschieden und manche Bücher können mich einfach nicht so begeistern, wie andere. Die letzten ihrer Art von Maja Lunde war genau so ein Buch. Mit etwa viereinhalb Sternen auf Amazon scheint es bei den Lesern scheinbar gut anzukommen, aber mich konnte der Roman einfach nicht in seinen Bann ziehen.

Meine Bewertung: ★★☆☆☆


Handlung

Das Buch erzählt in drei Handlungssträngen von dem Aussterben der Arten, insbesondere dem Schicksal einer seltenen Pferderasse. Die drei Handlungen spielen zu unterschiedlichen Zeiten: In Norwegen im Jahr 2064, im St. Petersburg der Zarenzeit und zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs in Deutschland. Alle Familien sind über die seltene Pferderasse miteinander verbunden. Doch wie viel kann ein einzelner bewirken?


Meine Meinung

Genau wie in Maja Lundes ersten Roman des Klimaquartetts, Die Geschichte der Bienen, war dieses Buch in drei Handlungsstränge unterteilt, die zu verschiedenen Zeiten spielen. Und genau wie in der Geschichte der Bienen fand ich die Geschichte, die in der Zukunft spielt, am interessantesten. Ich glaube, dass Maja Lunde die Unwissenheit über die Zukunft die Möglichkeit gegeben hat, ihre eigene Fantasie zu benutzen und frischen Wind in die Geschichte zu bringen.

Genau das hat mir in den beiden anderen Geschichten nämlich gefehlt. Die Handlungen waren mir nicht spannend genug, sodass ich immer wieder mit den Gedanken abgewandert bin und schlussendlich kaum noch wusste, worum es geht. Nicht jedes Buch muss inhaltlich fesselnd sein und eine spannende, unvorhersehbare Geschichte erzählen. Aber insbesondere bei diesem Thema hatte ich gehofft, dass mich das Buch zum Nachdenken anregen kann, aber das hat es leider auch nicht geschafft. Bei so krassen Veränderungen bis zum Jahr 2064 hatte ich gehofft, dass das Buch Denkanstöße gibt: Was muss man tun, damit es nicht so weit kommt? Aber die Kernbotschaft hat mir gefehlt.

Auch die Figuren waren – abgesehen von denen aus der Geschichte, die in der Zukunft spielt – eher flach. Ich konnte keine emotionale Bindung zu ihnen aufbauen, sodass es mir fast schon egal war, wie es weitergeht.

Ich würde mir wünschen, dass Maja Lunde in Zukunft mehr Sci-Fi oder Dystopien schreibt, denn diese Teile ihrer Romane haben insgesamt mehr Tiefe und Bedeutung. Insgesamt ist ihr Schreibstil nämlich wirklich angenehm und flüssig.


Das Cover

Das Cover ist wirklich gut gelungen! Es passt nicht nur zu den anderen der Reihe, sondern auch zum Buch. Das Papier des Schutzumschlags sieht aus, als sei es aus Recyclingpapier hergestellt worden, was zu der Idee eines Buchs über den Klimawandel passt. Außerdem gefällt mir die Schlichtheit.


Fazit

Leider kann ich an dieser Stelle keine Leseempfehlung für Die letzten ihrer Art aussprechen. Obwohl ich weiß, dass es vielen anderen gut gefallen hat, konnte mich das Buch nicht überzeugen. Der Roman war weder spannend, noch hat er wichtigen Botschaften transportiert, wie ich es mir von einem Buch, dass sich dem Thema Klimawandel widmet, erwünscht hätte.


Maja Lunde: Die letzten ihrer Art
Verlag: btb
Hardcover, 640 Seiten
ISBN: 978-3-442-75790-9

mehr dazu auf der Seite des Verlags

Ich habe dieses Buch als kostenloses Rezensionsexemplar erhalten – vielen Dank an btb.
Dennoch bleibt meine Meinung unverfälscht.

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